Kvinderegensen 2026 – Restaurierung der Gymnastikhalle

Restaurierung der Turnhalle des Kvinderegensen

Die historische Gymnastikhalle des Kvinderegensen aus dem Jahr 1932 wurde umfassend restauriert und modernisiert. Im Mittelpunkt des Projekts standen der Erhalt der historischen Bausubstanz, eine verbesserte Funktionalität sowie ein höherer Nutzungskomfort. Gleichzeitig umfasste das Vorhaben die brandschutz- und schallschutztechnische Aufwertung der originalen Zimmertüren des Studentenwohnheims, die einen wichtigen Bestandteil der architektonischen Identität des Gebäudes darstellen.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, die Brand- und Schallschutzeigenschaften der Türen zu verbessern, ohne ihr charakteristisches Erscheinungsbild zu verändern. Die Lösung war eine nahezu unsichtbare Anpassung der Türblätter und Beschläge, die den technischen Anforderungen entspricht und gleichzeitig die ursprünglichen Details und Proportionen bewahrt. Dadurch bleibt der denkmalwerte Charakter der Flure unverändert erhalten, während Komfort und Sicherheit deutlich verbessert wurden.

In der Turnhalle war der ursprüngliche Oregon-Pine-Boden aus dem Jahr 1932 durch die Überschwemmung von 2012 schwer beschädigt worden. Der Boden wurde daher mit großem Respekt vor dem historischen Charakter des Raumes erneuert. Gleichzeitig wurden störende technische Installationen entfernt oder verlegt, sodass die ursprünglichen

Die zugehörige Küche wurde zu einem modernen und funktionalen Treffpunkt für die zahlreichen Veranstaltungen des Wohnheims umgestaltet. Sie verfügt heute über eine Bar, Kühlmöglichkeiten sowie eine verdeckt integrierte gewerbliche Spüllösung, die auch größere Veranstaltungen unterstützt, ohne die Architektur des Raumes zu dominieren. Die Materialwahl wurde sorgfältig auf das bestehende Interieur abgestimmt. Dazu gehört unter anderem ein hochwertiger Boden aus Öland-Kalkstein, der harmonisch mit den vorhandenen Bodenbelägen des Gebäudes korrespondiert.

Ein zentrales Ziel des Projekts war die Verbesserung der akustischen Verhältnisse sowohl in der Turnhalle als auch in den angrenzenden Wohnbereichen. In Zusammenarbeit mit einem deutschen Akustikspezialisten wurden Lösungen entwickelt, bei denen Bodenaufbau, Estrichkonstruktion und Deckendetails mit höchster Präzision ausgeführt wurden. Die positiven Ergebnisse waren unmittelbar nach der Inbetriebnahme spürbar: Die Lärmbelastung für die Bewohner der über der Halle liegenden Zimmer sowie der angrenzenden Räume konnte deutlich reduziert werden.

Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit der studentischen Selbstverwaltung und dem Efor des Wohnheims sowie mit Unterstützung der A.P. Møller og Hustru Chastine Mc-Kinney Møllers Fond til Almene Formaal realisiert. Die Restaurierung wurde innerhalb des vereinbarten Zeitrahmens und des festgelegten Budgets abgeschlossen und gilt heute als gelungenes Beispiel dafür, wie historische Gebäude an moderne Anforderungen angepasst werden können, ohne ihre architektonischen und kulturhistorischen Werte zu verlieren.

Qualitäten des Raumes wieder deutlich zur Geltung kommen.

 

Die Beratungsleistungen umfassten die Erstellung des Förderantrags, sämtliche Architektenleistungen sowie die Bau- und Kostensteuerung.

Bauherr: Kvinderegensen

Architekt: Wuttke & Ringhof Arkitekter BDA

Ingenieure: D&N Rådgivende Ingeniørfirma A/S

Akustikberatung: MNP Ingenieure